Verrechnungspreise und Dokumentationspraxis, Prüfungssichere Analyse und Dokumentation, Vorschriften, Strukturierung, Analyse, Reporting, Beratungsansätze (mit praktischen Beispielen)
Dieses Seminar richtet sich an Steuerberater und an Führungskräfte in steuerberatenden Kanzleien. Die wesentlichen Verrechnungspreissachverhalte und die einschlägigen Vorschriften werden kurz vorgestellt und für die praktische Umsetzung der Dokumentation und Gestaltung von Verrechnungspreisen aus Sicht der Beratung und der Finanzverwaltung diskutiert. Praxisrelevante Hauptfallgruppen und deren Lösungsmöglichkeiten werden besprochen.
Das Seminar ist inhaltlich auf die Gestaltungsoptionen und die praktische Umsetzung der steuerrechtlich geforderten Dokumentation (§ 90 Abs. 3 AO) von Verrechnungspreisen ausgerichtet. Die Fälle von Muttergesellschaften werden genauso behandelt wie solche Fälle, in denen die Steuerpflichtige durch eine ausländische Mutter beherrscht wird.
Wir zeigen Praxisbeispiele zu Aufbau, Organisation und den erforderlichen Ablaufprozessen einer Dokumentation von Verrechnungspreisen. Der Workshop ist ausgerichtet auf Praktiker, die Ideen und praktische Lösungen suchen und hierbei erfahren wollen, wie moderne IT-Systeme für das Verrechnungspreiswesen nutzbar sind.
| Termin | Dienstag, 26. Mai 2009 |
| Uhrzeit | 9:00 bis 17:00 Uhr |
| Veranstaltungsort | München |
| Veranstalter | LSWB |
| Referenten | Dr. Markus Brem, GTP GlobalTransferPricing Business Solutions GmbH (Augsburg), Erich Spensberger, Diplom-Finanzwirt, Bayerisches Landesamt für Steuern, Fachprüfung für steuerliche Auslandsbeziehungen |
| Zielgruppe | Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsberater und deren qualifizierten Mitarbeiter |
| Überblick | Im Überblick: Dokumentationspflichten zu Verrechnungspreisen
- Verrechnungspreise und Konzerngewinnabgrenzung
- Dokumentationspflichten (Überblick) zu Verrechnungspreisen
- EU-Masterfile Konzept und PATA-Konzeption
- OECD Dokumentationskonzept
- Klassische Ansätze: vom Sachverhalt zur Angemessenheit / Dokumentenmanagement
- Report-gestützte Ansätze: Zahlenwerk, Angemessenheit, Sachverhaltsnachweis
Prüfungspraxis in der Finanzverwaltung
- Erfahrungen mit der Umsetzung der Prüfungsvorschriften
- Im Spannungsfeld: Verrechnungspreise, Zölle und Gewinnsteuern
- Prüfungsansätze der bayerischen Finanzverwaltung
- Zur Relevanz der Verrechnungspreisprüfung in zukünftigen BPs
Dokumentation in der Praxis: vier Fälle
- Fall 1: Dokumentation neu erstellen bei der mittelständisch geprägten Unternehmung
- Fall 2: Kostenverrechnungen (neben den Lieferbeziehungen)
- Fall 3: Fremdvergleichsanalysen erstellen und vorlegen
- Fall 4: Dokumentationansätze für die kommenden Jahren
Sonderthema: Umstrukturierungen / Funktionsänderungen analysieren
- Sachverhalte & Definitionen
- Funktionsverlagerung erkennen
- Transferpaket definieren
- Einigungsbereiche darstellen
Quantitative Angemessenheitsdokumentation in der Praxis
- Funktions-/Risikoanalysen, Unternehmenstypen und Transaktionsgruppenbildung
- Routineeinheiten: Verprobung der Kosten und Margen mit externen Datenbanken
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Hybrideinheiten: Angemessenheitsdarstellung über investitionsorientierte Planrechnungen (ex ante),
Plan-/IST-Abgleich (ad hoc) und Dokumentation (ex post)
- Entrepreneureinheiten: indirekte Verprobung als Restgewinnempfänger
Quantitative Angemessenheitsdokumentation in der Praxis, Fortsetzung
- Behandlung von Anlaufverlusten nach Funktionstyp
- Verrechnung zentraler Kosten und Angemessenheitsanalyse
- Dienstleistungsverrechnung / Management Fees
- Lizenzen
Quantitative Angemessenheitsdokumentation in der Praxis, Fortsetzung
- Von der Zahlenwerksanalyse zum Aufbau einer Angemessenheitsbegründung
- Die Nutzung von Fremdvergleichsinformationen und Datenbankanalysen
- Preisvergleiche
- Margenvergleiche
Verfahrensfragen
- Unverbindliche Auskünfte
- EU-Schiedsverfahren und Verständigungsverfahren
- Advance Pricing Agreements
Diskussion |